Erfahrungsberichte von Südtirolern
vom Jänner & Februar 2021

Fall 1:
an einer Grundschule in Südtirol

Montag, 01.02.21 wurde eine Lehrerin nachmittags positiv getestet, war vormittags aber schon nicht in der Schule.

Die Schüler der Klasse hatten letzten Kontakt mit der Lehrerin am Freitag, 29.01.21. Somit über 72h, was in Oberschulen einen Ausschluss von der Quarantäne bedeutet.

Montag abends bekommen die Eltern dann eine E-Mail von der Schule, dass Dienstag keine Schule ist.

Dienstag und Mittwoch erhalten die Eltern dieselbe E-Mail von der Schule, weil diese noch nie eine Anweisung der Gesundheitsbehörde bekommen hatte. Am Donnerstag Nachmittag erhalten die Eltern eine weitere E-Mail von Schule, dass die Kinder in Quarantäne sind (bis dahin war das unklar, also haben sich alle noch frei bewegt). Offizielle Info von der Gesundheitsbehörde fehlte diesen Eltern zu diesem Zeitpunkt immer noch.

Andere Eltern haben am 07.02.21 eine E-Mail bekommen mit dem offiziellen Quarantäneschreiben, welche vom 02.02.-08.02.21. zurückdatiert war.

Eine andere Klasse, die am Freitag 29.02.21 auch von der Lehrerin unterrichtet worden ist, kommt nicht in Quarantäne, weil die Lehrerin dort nicht die Klassenlehrerin ist.

Fall 2:
an einer anderen Grundschule in Südtirol

Am 05.02.21 erhalten 4 Klassen innerhalb kürzester Zeit vom Direktor der Schule die Mitteilung, dass ein Schüler der Klasse infiziert ist, und ab Montag die gesamte Klasse in Fernunterricht unterrichtet wird. Er weist die Eltern darauf hin, dass sie in Kürze durch die Sanität zwecks einer Covid-Testung kontaktiert werden.

Am 06.02.21 wird Unmut innerhalb der Facebook-Gruppe der Eltern der Klasse laut, weil bis dahin sämtliche Covid-Infizierungen offen über die Gruppe kommuniziert wurden, aber im Falle der Neuinfektion vom 05.02.21 keiner eine Infektion eines Kindes über die Gruppe mitgeteilt hat.

Letztendlich stellt sich heraus, dass eine Lehrperson sich infiziert hat.

Am 08.02.21 ist noch keine offizielle Mitteilung bzgl. Quarantäne von Seiten der Sanität oder des Hygieneamtes eingegangen bei den Eltern. Eine E-Mail der Schule informiert die Eltern, dass die Kinder bis zum 15.02. in Quarantäne sind, und danach einem Test unterzogen werden, und keine früheren Tests zugelassen sind, um erneut in die Schulgemeinschaft einzutreten.

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UPDATE am 1
0.02.21: Laut Auskunft der Sanität von heute ist für die Schüler kein Test vorgesehen, nur eine Quarantäne. Wie lange diese dann dauert, ob 10 oder 14 Tage, ist noch nicht bekannt.

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UPDATE 2 am 10.02.21: Laut E-Mail der Sanität von heute an eine andere Mutter derselben Klasse dauert die Quarantäne vom 07.02-15.02. mit Test am 15.02.

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UPDATE 3 am 10.02.21: Es sind 2 E-Mails der Sanität eingetroffen. Eine E-Mail enthielt die Quarantäne-Bescheinigung und die Informationen zum weiteren Verhalten, eine andere den Zugang zum Covid-Tagebuch. Im Quarantäne-Bescheid stand, dass nach den 10 Tagen am 15.02. ein Test erfolgen muss. Es gab aber keinerlei Informationen von Seiten der Sanität, ob der Testtermin von den Eltern eigenständig organisiert werden muss, oder ob dieser zentral von der Sanität für die gesamte Klasse festgelegt wird. Erst auf Nachfrage der Elternvertretung beim Direktor der Schule wurde heute, am 11.02.2021, also 6 Tage nach Bekanntwerden der Infektion, vom Direktor mitgeteilt, dass die Eltern sich selber um einen Testtermin kümmern müssen.

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UPDATE 4: Nach Rückfrage beim Direktor der Schule am Abend des 10.02.21 erhalten die Eltern der Klasse über die Elternvertreterin am 11.02.21 am Morgen die Information der Sanität (die vom Direktor der Schule an die Elternvertregung übermittelt worden war), dass die Quarantäne mit 15.02.21 mit einem Antigentest endet, der in den Apotheken oder bei den Haus- und Kinderärzten durchgeführt werden kann, mit Verweis auf die Webseiten des Sanitätsbetriebs:
https://www.sabes.it/antigen-andere-einheiten
www.asdaa.it/antigenico-soggetti-aderenti

Somit stellt sich nach 5 Tagen heraus, dass es keine durch den Sanitätsbetrieb koordinierte Testung für die Schüler geben wird.

Fall 3:
in einem Kindergarten in Südtirol

Am Montag wird den Eltern beim Abholen vom Kindergarten mitgeteilt, dass ein positiver Fall aufgetreten ist. Ihr Kind war am Mittwoch, Donnerstag und Freitag nicht im Kindergarten, das Kind mit positivem Test war am Montag nicht im Kindergarten. Das Kind hatte also seit 6 Tagen keinen Kontakt zu dem Kind mit positivem Testergebnis. Trotzdem wird es beginnend mit Freitag in Quarantäne geschickt.


Auf eindringliches, unaufhörliches Nachfragen folgende Auskunft der Sanität: Test des Kindes fand nicht am Montag, sondern 3 Tage zuvor am Freitag statt. Sanität gesteht Fehler ein, dass der Kindergarten erst am Montag Nachmittag verständigt wurde.


Das Kind, das also 3 Tage vor dem positivem Test das letzte Mal mit dem Kind in Kontakt war, wird trotzdem in Quarantäne gesetzt, da man ausgehend vom Testtag einige Tage zurückgehen muss bei der Festlegung von Erstkontakten. Der Grund, wieso man hier 3 Tage zurückgeht, konnte den Eltern aus Gründen der Privacy nicht mitgeteilt werden (Symptome? Zusammenleben mit einem bereits bestätigten positiven Fall?...)


Letztendlich wurde das Kind 3 Tage zu lange in Quarantäne gesetzt, da seine Quarantäne am Tag des letzten Kontakts beginnen sollte (also Dienstag und nicht Freitag).


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Fall 4:
in einer Mittelschule in Südtirol

Letzter Kontakt mit positiv getestetem Mitschüler am 29.01.2021.


Quarantänebescheid nur über die Schule mit Mitteilung, dass die Kinder bis einschließlich 08.02.2021 in Quarantäne sind und am 08.02.2021 zum Testen eingeladen sind.


Ein offizielles Schreiben vom Sanitätsbetrieb ist erst auf Nachfrage der Eltern am Sonntag, 07.02.2021 eingegangen. Eine Einladung zum Test ist nie erfolgt. Die Eltern haben schließlich das Kind privat testen lassen.

Fall 5:
an einer weiteren Schule in Südtirol

Am Dienstag 26.01. nachmittags wurden die Eltern vom Schulsprengel informiert, dass eine Lehrperson und eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet worden waren und 3 Klassen ab sofort bis 29.01. in den Fernunterricht überstellt werden.


Am Donnerstag 28.01. informierte wiederum der Schulsprengel, dass der Hygienedienst 2 der 3 Klassen bis 05.02. in Quarantäne gesetzt hat und der Fernunterricht weiterläuft.


Am 29.01 erhielten die Eltern eine Mail vom Sanitätsbetrieb, mit der Info, dass Sie unter dieser E-Mail-Adresse demnächst auch das Schreiben zur getroffenen Maßnahme erhalten, welches protokolliert und digital unterschrieben sein wird.


Das angekündigte Schreiben selbst traf allerdings bis zum heutigen Tag 10.02. nie ein. Auf der Corona-Monitoring App war der Quarantäne Zeitraum allerdings vermerkt.


Am 31.01 informierte der Schulsprengel über den Testtermin am 03.02. Das Kind nahm am 03.02 am Test teil und erhielt am 04.02 den negativen Testbescheid.


Am 05.02 ging wiederum ein Mail des Schulsprengels ein, dass aufgrund der letzten Entwicklungen, der Fernunterricht für beide Klassen bis zu den Semesterferien weitergeführt würde.


Auf Rückfrage der Eltern, wieso jene Kinder mit negativem Testbefund nicht zumindest für die 3 verbleibenden Tage (08.02-10.02) in die Schule zurückkehren dürften, wurde mitgeteilt, dass dies aufgrund der sich zugespitzten Lage nicht möglich sei. Die Gesundheit für Schüler und Lehrpersonen stehen im Vordergrund.


Durch diese Entscheidung ist das Kind nun seit 26.01 bis 05.02. in Quarantäne und seit 08.02. im Lockdown und bleibt somit für gute 4 Wochen ohne soziale Kontakt zu Hause "eingesperrt".

Fall 6:
Erfahrungsbericht einer Mutter aus dem Vinschgau

Wir waren im Oktober 2020 bereits in Quarantäne, damals hatte sich eine Lehrerin unseres Kindes infiziert und bald darauf waren auch weitere Lehrerinnen sowie 3 SchülerInnen positiv. Die Mitteilungen damals liefen hauptsächlich über den Direktor. Manche aus der Klasse wurden von der Sanität kontaktiert, manche nicht. Informationen gab es nur spärlich. Es war nicht leicht, die Sanität zu erreichen, doch eine Mutter hat es dann schließlich geschafft. Dieser wurden dann ohne zu zögern vertrauliche Daten von Mitschülern mitgeteilt. Einige Kinder kamen früher wieder aus der Quarantäne frei, andere später, alles ohne ersichtlichen Plan.

So wurden z.B. Kinder, die nie getestet wurden, schon früher wieder aus der Quarantäne entlassen als solche, die immer symptomfrei waren und negativ getestet wurden. Ein Junge wurde sogar früher aus der Quarantäne entlassen weil seine Mutter am Telefon sagte, der Termin stimme nicht, richtig sei ein paar Tage früher. Manche Kinder wurden öfter als notwendig getestet, weil unterschiedliche Informationen im Umlauf waren. Unser Kind war zum Zeitpunkt des letzten Kontaktes mit der Lehrerin gar nicht in der Schule, wurde aber gleich wie alle anderen in der Klasse in Quarantäne geschickt. Ich habe das zwar gemeldet, wurde aber vertröstet und nie zurückgerufen. Kurz gesagt: Es war ein Riesen-Chaos, zum Leidwesen der Kinder wie auch der verunsicherten Eltern.

Nun sind wir wieder in Quarantäne und die Situation ist ähnlich chaotisch. Dieses Mal sind mein Mann und ich positiv. Hier ein kurzer Erfahrungsbericht:

Ich werde zum PCR Test angemeldet weil mein Mann mit einem Antigen-Schnelltest positiv getestet wurde und auch ich Symptome habe.

1. PCR-Test am Dienstag 02.02.2021 positiv (Ergebnis Donnerstag 04.02.2021): Keine Anruf, auch keine automatischen Anrufe, es war auch nicht möglich jemanden zu erreichen bei der Sanität; kein Quarantänebescheid per E-Mail; dieser wurde erst auf Nachfrage im Rahmen eines Telefonates einer Mitarbeiterin des Hygienedienstes Meran mit dem Ehemann, der auch positiv ist, am 10.02.2021 zugeschickt.

2. PCR-Test am Dienstag 07.02.2021 positiv (Ergebnis online Donnerstag, 11.02.2021)

Anruf am Donnerstag,11.02., 20.07 Uhr von Ärztin vom KH Bozen: Terminbestätigung 3. PCR-Test am 15.02., Quarantäne bis zum 17.02., (genaue Uhrzeit des Tests würde noch per SMS mitgeteilt), gleich darauf E-Mail mit Quarantänebescheid vom 12.-17.2.2021,

11.2., 2021, 20:25 Uhr: SMS: Termin PCR 19.2.2021, 14:00 (PCR-Test nach Beendigung der Quarantäne?)

Ich bin gespannt, wie es weitergeht...


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Fall 7:
Quarantänebescheid ohne Kontakt

Erfahrungsbericht einer Elternvertreterin aus Südtirol:

"Ich bin Elternvertreter. In unserer Klasse ist seit 08.02. ein positiver Fall. Die Eltern erhalten die Info vom Covidcenter erst am 4. Tag. Ein Großteil erhält die Mail oder SMS trotzdem nicht! Ein Kind erhält einen Quarantänebescheid, obwohl es gar nicht in der Schule war, weil es noch die letze Quarantäne absaß. Die Lehrer werden am 11.02. getestet, die Kinder müssen bis 17.02. testen und sitzen in den ganzen Ferien zuhause."

Fall 8:
Der Quarantäne-"Sonderfall"

Am 28.01.2021 treten bei beiden Elternteilen Symptome auf.

Am 29.01.2021 werden beide bei einem Antigen-Schnelltest positiv getestet und damit startet die Quarantäne für die 2 Erwachsenen und die 3 Kinder, wobei die Quarantäne für die Erwachsenen bis zum 08.02. festgelegt wird, und jene für die Kinder bis zum 10.02.2021.

Am 06.02.2021 erfolgt der 2. Test, beide Eltern sind weiterhin positiv.

Es folgt ein Anruf der Sanität, und die Verlängerung der Quarantäne bis zum 14.02.2021.

Am 12.02.2021 erfolgt der 3. Test. Bei einem Anruf wird nach der Symptomatik der Kinder gefragt. Eines hat seit 2 Wochen Husten, daher wird für dieses Kind die Quarantäne bis 16.02.2021 verlängert, da es laut Auskunft des Arztes ohne die Durchführung eines Tests bei Symptomen eine Quarantäne von 3 Wochen benötigt.

Die Eltern werden am 12.02.2021 nach 2 Wochen ohne Symptome getestet, und das Ergebnis lautet bei beiden „zweifelhaft“. Bis 14.02.2021 erhalten die Eltern keine Informationen von Seiten der Sanität. Da die Quarantäne der Eltern nach 21 Tagen beendet sein müsste, weiß der Vater nicht, ob er am 15.02.2021 arbeiten gehen darf oder nicht.

Am 15.02.2021 geht ein Telefonat einer Sanitätsassistentin ein. Die Quarantäne der Eltern wird bis 17.02.2021 verlängert, obwohl sie keine Symptome mehr aufweisen.

Laut Assistentin müssen die Kinder allerdings noch weitere 3 Wochen in Quarantäne, da sie nie getestet wurden und der Start der Quarantäne mit dem letzten positiven Test ist, und ein zweifelhaftes Ergebnis zählt wie ein positives Ergebnis, daher würde ihre Quarantäne erst mit 12.02.2021 starten und Anfang März enden.

Die Mutter verliert am Telefon die Fassung, und reagiert entsprechend wütend auf diese neuen Maßnahmen. Das Telefonat wird beendet mit der Rückmeldung, dass die Sanitätsassistentin mit einem Arzt Rücksprache halten wird. Kurze Zeit später ruft ein Arzt die Mutter an, der nachfragt, ob alle gesund sind, und dieser teilt mit, dass die Quarantäne mit 17.02. für alle Familienmitglieder endet.

Kurz nach dem Gespräch mit dem Arzt ruft die Sanitätsassistentin erneut an, und teilt mit, dass sie den Arzt nicht erreichen konnte. Die Mutter teilt ihr mit, dass der Arzt bereits angerufen hat (worüber die Assistentin keine Kenntnis hatte), und dass der Arzt mitgeteilt hat, dass mit 17.02. die Quarantäne für alle Familienmitglieder beendet ist. Sie reagiert daraufhin verwundert über die „andere Handhabung des Falls“.

Fall 9:
Zuhause in Quarantäne ohne Krankschreibung

Mein Mann bekam am 09.02.2021 hohes Fieber und wir haben gleich den Hausarzt kontaktiert. Ich hatte an dem Tag den letzten Kontakt mit ihm.

Am 11.02.2021 wurde er positiv getestet, und am 14.02.2021 folgten der Anruf der Sanität und der Quarantänebescheid, auf dem ein Quarantänezeitraum vom 14.02.201 bis 20.02.2021 angeführt war.

Unser Hausarzt weigert sich nun, eine Krankschreibung (die ja normalerweise auch für die Quarantäne gilt) ab dem 10.02.2021 zu machen, sondern schreibt uns erst ab dem 15.02.2021 krank, obwohl ich ihn am 10.02.2021 angerufen habe und ihm mitgeteilt habe, dass mein Mann krank ist.

Somit war ich vom 10.02. bis 14.02. zu Hause, um keine weiteren Menschen aufgrund des Kontaktes zu einer positiv getesteten Person zu gefährden, jedoch erhalte ich keine Krankschreibung für diesen Zeitraum.


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Fall 10:
Positiv, aber ohne Einladung zum Test, ohne Quarantänebescheid

Am Mittwoch, 17.02.2021 treten bei mir erstmals Symptome auf. Ich kontaktiere den Hausarzt und mache einen Antigen-Schnelltest. Das Ergebnis kommt nach 2 Stunden per E-Mail: POSITIV

Am Freitag, 19.02.2021 werde ich vom Arzt der Covid-19-Abteilung telefonisch kontaktiert und bzgl. Symptome befragt. Daraufhin kommt gleich per E-Mail für die restlichen Familienangehörigen (Mann + 2 Kinder) eine Einladung zum PCR-Test und deren Quarantänebescheid.

Für mich als positiv Getestete fehlt jedoch die Einladung zum PCR-Test und der Quarantänebescheid.

Am Dienstag, 23.02.2021 schicke ich eine E-Mail an coronavirus@sabes.it bzgl. Hinterfragung zur Einladung zum PCR-Test und Quarantänebescheid - KEINE ANTWORT.

Am Mittwoch, 24.02.2021 schicke ich nochmals eine E-Mail an coronavirus@sabes.it mit der Bitte um DRINGENDE BEARBEITUNG - KEINE ANTWORT.

Am selben Tag frage ich beim Hausarzt nach, ob er Einsicht in Termine hat.

Am Donnerstag, 25.02.2021 erhalte ich vom Hausarzt die Antwort, dass er die Termine nicht einsehen kann und sende erneut dieselbe E-Mail an isolcovidquar@sabes.it.

Fall 11:
2 Töchter in Quarantäne wegen positiver Fälle an der Schule

Fall 1 - Tochter im Alter von 8 Jahren:
Hier wurde uns Eltern am 04.02.2021 um 20.30 Uhr per
Whatsapp über den Elternchat mitgeteilt, dass am 05.02.2021 kein Unterricht stattfindet. Ich hatte das Handy bereits aus und die Mitteilung nicht gelesen. Ich bin der Meinung, dass dies formal nicht in Ordnung ist, solche Mitteilungen nur per Whatsapp zu verschicken. Unsere Tochter wird auf dem Schulweg immer von der älteren Schwester begleitet.


Ich habe sie am 05.02.2021 nichts wissend in die Schule geschickt. Bekam dann später einen Anruf von einer Freundin, dass sie meine Tochter weinend im Dorf gefunden hat. Sie war auf dem Weg nach Hause, war aber total verunsichert und verängstigt. Auf dem Schulhof hatte sie kein Lehrer abgeholt und somit wusste sie gar nicht, was los war.


Habe es danach der Direktorin gemeldet und auch der Schulamtsleiterin in Bozen, da ich der Meinung bin, wenn man Mitteilungen so spät rausschickt, da es nicht anders möglich ist, muss man sich dennoch im Klaren darüber sein, dass einige Eltern diese Whatsapp-Nachricht nicht lesen und dann wenigstens eine Lehrperson die Kinder in der Schule aufnimmt und dann uns Eltern verständigt, die Kinder abzuholen.


Man hat sich entschuldigt und von der Direktorin bekamen wir noch zu hören, das Kind hätte am Schulhof stehen bleiben müssen bis irgendwann jemand kommt. Wenn es einfach gegangen ist, ist es selbst Schuld. Die Kinder waren dann eine Woche im Fernunterricht, danach folgte die Woche der Faschingsferien. Quarantäneschreiben der Sanität haben wir nie eines erhalten, auch keinen Test machen müssen.


Fall 2 - Tochter im Altern von 10 Jahren:
Wir bekamen am 09.02.2021 abends per E-Mail eine Mitteilung der Schule und einen Anruf, dass ab 10.02.2021 kein Unterricht mehr stattfindet, da eine Schülerin positiv getestet wurde. Diese war am 05.02.2021 das letzte Mal im Unterricht gewesen. Darauf folgte Fernunterricht bis nach den Faschingsferien. Am 14.02.2021 bekommen wir die E-Mail mit dem Quarantänebescheid der Sanität vom 12.02. bis 18.02.2021 und am 16.02.2021 müssen alle Kinder zum Testen.


Es waren dann einige Eltern, die ihre Kinder nicht zum Testen bringen wollten, da die 14-tägige Quarantäne ja nur bis 18.02. geht. Eine Mutter hat dann stundenlang in der Warteschleife gehangen, bis sie die Antwort bekam, wenn sie nicht testet bleibt das Kind bis 26.02.2021 in Quarantäne, da dei Quarantäne vom 12.02.2021 weggerechnet wird. Auf jeder Verordnung und auch auf dem Schreiben, dass wir erhalten haben, stand aber geschrieben, dass die Kinder mit negativem Testergebis 10 Tage in Quarantäne sind, ohne Test und ohne Symtome 14 Tage und ohne Test mit symtomen 21 weggerechnet vom letzten Tag des Kontaktes mit der positiven getesteten Person, was bei unser der 05.02.2021 war.

Etwas später ging bei dieser Mutter
ein Anruf der Sanität ein, dass sie sich verrechnet haben, und das Schreiben, dass die Mutter Recht hätte und die Quarantäne ohne Test mit 17. bzw. 18.02.2021 endet. Für diese Mutter wurde dann auch eine Bestätigung ausgestellt. Ich habe diese nicht erhalten.


Ich wurde dann am Sonntag vor Start des Notunterrichts am 21.02.2021 erneut von der Sanität angerufen und gefragt, ob ich ihnen unser Testergebnis sagen könnte, denn sie hätten keines vorliegen. Daraufhin habe ich geantwortet, dass ich keines habe und wir laut Auskunft der Sanität in Ordnung sind, da wir für über 14 Tage in Quarantäne waren.
Darau
fhin sagte man mir am Telefon, wir wären so nicht in Ordnung und sie brauchen ein negatives Testergebnis von uns Eltern (wir waren aber nie in Quarantäne, hatten aber zufällig negative Testergebnisse da wir am Arbeitsplatz getestet worden waren).

Meine Gesprächspartnerin fo
rderte mich darauf hin auf, ich solle ihr diese Ergebnisse zukommen lassen, da sie diese auch nicht habe und ich solle mich nicht so anstellen, wenn wir jetzt länger in Quarantäne sind, denn es ist ja eh Lockdown und wir dürfen nirgends hin. Meine Kinder waren aber im Notunterricht angemeldet. Ich habe die Tests dann nicht zugeschickt da ich nicht einsehe, dass wir die bürokratische Arbeit der Sanität machen müssen. Seit diesem Anrufe habe ich

nichts mehr gehört.

Fall 12:
Auch mit einfachem Zuhören ginge manches leichter

Nach dem 1. positiven Antigen-Schnelltest am 29.01.21 bei meiner Hausärztin habe ich das Testergebnis per E-Mail erhalten, aber keinen Quarantänebescheid.

Nach ein paar Tagen erhielt ich einen Anruf vom Krankenhaus Bozen, bei dem mir der Termin des nächsten PCR-Tests mitgeteilt wurde. Der Tag des Tests war ein Samstag und man hat mich am Telefon nicht darauf hingewiesen, dass der Test am Samstag nur in Brixen möglich ist. Für mich wäre die Teststation in Freienfeld/Sterzing viel näher. Bei diesem Telefonat habe ich darauf hingewiesen, dass ich keinen Quarantänebescheid per E-Mail erhalten habe. Man hat mir erklärt, dass es nach 10 Stunden Arbeit schon mal vorkommen kann, dass etwas vergessen wird.

Nach dem 2. positiven PCR-Test am 06.02.2021 erhielt ich wiederum keine E-Mail über die Verlängerung der Quarantäne, aber einige Tage später einen Anruf vom Krankenhaus Bozen wie mein Befinden sei. Dann wurde mir der Tag des nächsten PCR Tests mitgeteilt und dieses Mal konnte ich wenigstens sagen, dass es bitte nicht wieder ein Samstag sein soll, um nicht wieder nach Brixen fahren zu müssen. Ich hatte wiederum auf das Fehlen des Quarantäneschreibens hingewiesen und meine Vermutung ausgesprochen, dass unter meinen Daten evtl. die E-Mail-Adresse falsch abgespeichert sein könnte. Als ich diese nochmals angeben wollte, wurde mir gesagt, sie haben alle meine Daten und die E-Mail-Adresse sei schon richtig.

Nach dem 3. positiven PCR-Test am 15.02.2021 erhielt ich wiederum keinen Quarantänebescheid per E-Mail. Ich hatte mir inzwischen selber die 21 Tage ausgerechnet, wie lange ich noch in Quarantäne sein werde und was vor allem wichtig war, meine Hausärztin jedes Mal kontaktiert, damit sie meinen Krankenstand wiederum verlängert. Da ich jedoch sicher sein wollte und nach zahlreichen vergeblichen Anrufen (die Nummer war stets belegt), habe ich schließlich eine E-Mail an die entsprechende E-Mail-Adresse geschrieben, habe aber keine Antwort erhalten.

Am 4. Tag nach dem 3. PCR-Test erhielt ich einen Anruf vom Krankenhaus Bozen, bei dem mir mitgeteilt wurde, dass meine Quarantäne mit 18.02.2021 endet. Ich habe wiederum auf das Fehlen der E-Mails hingewiesen und gesagt, dass ich etwas Schriftliches bräuchte. Sie bestätigte meine E-Mail-Adresse mündlich und hat mir versichert, dass sie die E-Mail gerade abgeschickt hätte.

Am Freitag 19.02.2021 bin ich das erste Mal wieder zur Arbeit, hatte jedoch lediglich diese telefonische mündliche Zusage. Zum Glück sind mein Arbeitgeber und meine Hausärztin unkompliziert und haben keine schriftliche Bestätigung verlangt.

Am Freitag 19.02.2021 bin ich dann am Vormittag auf meine E-Mail hin angerufen worden und nachdem ich endlich meine E-Mail-Adresse buchstabiert habe, ist der Fehler in ihren Daten bezüglich meiner E-Mail-Adresse aufgefallen. Ich habe dann noch nachträglich eine E-Mail erhalten mit der Angabe, ich sei vom 18.02.2021 bis 18.02.2021 in Quarantäne. Am Freitag Abend erhielt ich dann gegen 18.00 Uhr einen Anruf, bei dem mir mitgeteilt wurde, dass ich mit heutigem Datum nicht mehr in Quarantäne sei (hätte ich auf diesen Anruf gewartet, wäre mir ein wertvoller Arbeitstag verloren gegangen).


Fazit:

  • Würde man bei der angegebenen Telefonnummer durchkommen oder würden die Anrufer zuhören, wäre das Problem mit dem fehlenden Quarantänebescheid sofort erledigt gewesen.

  • Wäre ich eine Person, welche sich nicht in Eigenverantwortung an die Quarantänevorschriften hält, obwohl sie darüber nie wirklich Bescheid gekriegt hat, hätte ich wohl noch viele andere angesteckt.

  • Die Abstände zwischen den einzelnen Terminen des PCR-Tests sind nicht klar definiert worden und waren im Vergleich zu meinem Mann (er war in der gleichen Zeit in Quarantäne) ganz anders abgesteckt. Bei ihm wurden die Abstände der Tests genau so gemacht, wie uns unsere Hausärztin in einem Informationsblatt mitgeteilt hat. Bei mir waren diese Abstände jedoch nicht so. Bei einer Vergleichsmöglichkeit fällt also auf, dass nicht alle Fälle mit den gleichen Vorgaben behandelt werden und dies führt zu großer Unsicherheit.

  • Bei sämtlichen Anrufen wurde ausschließlich Italienisch gesprochen. In solchen Positionen/Ämtern sollte die Kenntnis beider Landessprachen Voraussetzung sein.



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